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CPRE - Agile Primer

Die Grundlagen von CPRE Agile Primer umfasst die Einstufung, Bewertung und Anwendung von Artefakten und Methoden des Requirements Engineering im Kontext agiler Vorgehensweisen sowie die Verwendung von agilen Artefakten, Techniken und wesentlichen Prozesselementen in Prozessen des Requirements Engineering.

CPRE Agile Primer basiert auf folgenden Kernprinzipien:

  • Requirements Engineering und agile Vorgehensweisen können synergistisch zusammenwirken:

CPRE Agile Primer analysiert mögliche Vorteile und Tücken von Requirements Engineering und agilen Methoden. Zu diesem Zweck beschäftigt sich CPRE Agile Primer mit der Verwendung von Artefakten und Techniken aus der Disziplin Requirements Engineering in agilen Prozessen sowie mit der Verwendung von Artefakten, Rollen und Techniken aus agilen Vorgehensweisen in Prozessen des Requirements Engineering im Zusammenhang mit unterschiedlichen Entwicklungsmethoden.

  • Leichtgewichtige und hochadaptive Prozesse:

Die Unterscheidung zwischen prädiktiven und adaptiven Entwicklungsprozessen ist von entscheidender Bedeutung. CPRE Agile Primer stellt die Idee eines leichtgewichtigen und hochadaptiven Ansatzes für die Durchführung von Aktivitäten im Bereich Requirements Engineering innerhalb der agilen Entwicklung in den Raum. Bei CPRE Agile Primer ist Requirements Engineering eher eine Kerndisziplin als ein einzelner Prozessschritt: ein kontinuierlicher Prozess, der systematisch durchgeführt werden muss und ein hohes Maß an Kompetenz und Erfahrung erfordert.

  • Enge Zusammenarbeit innerhalb des Teams und mit den wichtigsten Interessengruppen sowie Just-in-Time-Anforderungen:

Häufige Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen allen Teammitgliedern und den wichtigsten Interessengruppen ist von besonderer Bedeutung für den Erfolg der agilen Entwicklungsprozesse. Bei CPRE Agile Primer werden die Anforderungen auf interaktive Weise vom Team - gemeinsam mit den wichtigsten Interessengruppen - ermittelt, analysiert, verfeinert und dokumentiert. CPRE Agile Primer unterstützt Praktiker bei der Auswahl der richtigen Aktivitäten zur richtigen Zeit, um eine hohe Qualität der Anforderungen sicherzustellen, bevor sie umgesetzt werden.

  • Ermittlung, Analyse, Festlegung und Verfeinerung situativer und selektiver Anforderungen:

CPRE Agile Primer basiert auf der Vorstellung, dass nicht jede Anforderung bis ins kleinste Detail genau definiert werden muss, bevor mit der Umsetzung des Systems begonnen wird. Vielmehr werden lediglich jene Anforderungen, die übermäßig komplex (d.h. für Interessengruppen oder das Entwicklungsteam nicht verständlich) oder kritisch (d.h. es dürfen keine Missverständnisse riskiert werden) sind, im Detail genauer beschrieben und festgelegt. 

  • Vermeidung weniger relevanter Aktivitäten und Funktionalitäten und Sicherstellung eines minimal überlebensfähigen Produktes (MVP):

Eines der Prinzipien eines agilen Vorgehens ist Einfachheit. Nach diesem Prinzip besteht die erste Phase einer System- oder Produktentwicklung bei agilen Prozessen häufig darin, dass das minimal überlebensfähige Produkt (Minimum Viable Product, MVP) ein spezielles einsatzfähiges System ist, welches lediglich eine Grundausstattung an Merkmalen besitzt und dessen Geschäftswert für den Endkunden gerade ausreicht, um ein validiertes Lernen zu ermöglichen. Als eine der nächsten Produktphasen folgt dann häufig das minimal marktfähige Produkt (Minimum Marketable Product, MMP) - ein Produkt mit der kleinstmöglichen Grundausstattung, das auf die Bedürfnisse der Nutzer eingeht und daher einen Marktwert hat. 

Lehrinhalte:

 

Motivation und Mentalität

  • Motivation zur Verwendung agiler Methoden

  • Wissen um die RE-Werte von IREB

  • Grundwerte des Agilen Manifests (Agile Manifesto) sowie der daraus abgeleitetn Prinzipien

  • Unterschied zwischen Prinzip, Praxis und Aktivität sowie zwischen agiler Mentalität und RE-Mentalität

  • Synergie der Mentalitäten und Werte betreffend CPRE Agile Primer

Grundlagen

  • Beispiele für agile Methoden

  • Scrum als Beispiel: seine Rollen, Prozesse, Artefakte und deren Relevanz für Requirements Engineering

  • Konzept eines Product Backlog mit Epics und User-Stories

  • Unterschied zwischen einem klassischen Requirements Engineer und einem Scrum Product Owner

  • Wissen, dass Wert SOWOHL Risiko- ALS AUCH Chancenmanagement bedeutet

Artefakte und Techniken

  • Mehrwert im Zusammenhang mit dem Einsatz von Kontextmodellen im RE

  • Unterschiedlichen Spezifikationsformate für die verschiedenen Artefakttypen bei agilen Prozessen (d.h. textuell vs. Template-basiert vs. diagrammatisch)

  • Festlegung von Qualitätsanforderungen und -einschränkungen bei agilen Prozessen im Requirements Engineering

  • Akzeptieren der Verwendung von Definition of Ready und Definition of Done bei agilen Prozessen im Requirements Engineering

  • Artefakttypen bei Agile-Prozessen (Kontextmodell, Epic, User-Story, Backlog, Roadmap, Anforderung (Requirement), Definition of Done, Definition of Ready)

Organisatorische Aspekte

  • Wechselwirkung zwischen Organisationsstruktur und CPRE Agile

  • Interaktion mit Interessengruppen bei AGILEN Prozessen im Requirements Engineering

  • Von Kommunikation und Zusammenarbeit zu Ergebnissen

 

Zielgruppe:

  • Requirements Engineers, die sich für agile Entwicklungsprozesse interessieren und ihre Methoden erfolgreich in dieser Umgebung anwenden möchten.
  • Requirements Engineers, die etablierte Konzepte und Methoden aus agilen Vorgehensweisen anwenden möchten, um ihre Prozesse im Bereich Requirements Engineering zu verbessern.
  • Fachleute im Bereich Agilität, die den Wert und die Vorteile der Disziplin Requirements Engineering bei agilen Projekten verstehen möchten sowie Fachleute, die durch Anwendung erprobter Methoden und Techniken aus dem Requirements Engineering die agile Entwicklung verbessern möchten.
  • Personen aus verwandten Disziplinen:  IT-Manager, -Tester, -Entwickler, -Architekten und andere im Bereich Entwicklung tätige Vertreter der Branche

Trainer

DI Mag. Dr. Michael Tesar

DI Mag. Dr. Michael Tesar

Bereich: IKT, Requirements Engineering