Förderungen und Kooperationen:

Damit du deine Fortbildung – auch gemeinsam mit deinem Arbeitgeber – finanziell ideal planen kannst, bieten wir dir hier eine Übersicht zu folgenden Themen:

 

  • Steuerliche Behandlung der Aus- und Fortbildungskosten
    • Kostenersparnis für ArbeitnehmerInnen und Selbstständige
    • Steuerliche Absetzbarkeit
    • Steuerersparnisse
    • Refundierung
    • Beidseitige Ersparnis durch Kostenübernahme durch den Arbeitgeber
  • Bildungsfreibetrag und Bildungsprämie für den Arbeitgeber
  • Betriebliche Weiterbildung
  • Förderung
    • Förderungsdatenbanken
    • Bedingungen für die Förderung
    • Weiterbildungsförderung durch das AMS
    • Weiterbildungsförderung durch die Länder
  • Bildungsdarlehen
  • Jobauszeit für Weiterbildung
    • Bildungskarenz
    • Sabbatical
  • Stipendien
    • Selbsterhalterstipendium
    • Studienabschluss-Stipendium
    • Österreichische Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung
  • Zahlungskonditionen
    • Drittelfinanzierung
    • Monatlicher Ausbildungsratenkredit

 

Steuerliche Behandlung der Aus‐ und Fortbildungskosten

 

Kostenersparnis für ArbeitnehmerInnen und Selbständige

Egal ob ArbeitnehmerIn oder selbständig: Die Teilnahmegebühren können All jene steuerlich voll absetzen, die in Österreich steuerpflichtig sind. Voraussetzung ist lediglich, dass der Lehrgang für dich eine Weiterbildung im bestehenden Berufsfeld (Fortbildungskosten) oder eine Ausbildung in einem verwandten Beruf ist (Ausbildungskosten).

Weiters sind auch Umschulungskosten begünstigt, wenn dir durch die Bildungsmaßnahme der Einstieg in eine neue berufliche Tätigkeit ermöglicht wird und du tatsächlich die Ausübung eines anderen Berufs anstrebst, der mit deiner bisherigen Tätigkeit nicht verwandt ist.

Unbedingte Voraussetzung:Voraussetzung in allen Fällen ist die tatsächliche, aktuelle Ausübung eines Berufes. Im Falle einer nachweislichen Jobzusage kannst du die Fortbildungskosten bereits absetzen.

 

Was ist steuerlich absetzbar?

Absetzbar sind nicht nur die Teilnahmegebühren, sondern auch alle anderen damit verbundenen Kosten (z.B. Arbeitsmittel, Fahrtkosten, Tagesgelder, auswärtige Nächtigungen). Ein klassisches Beispiel ist die Absetzbarkeit benötigter Fachliteratur für die Bildungsmaßnahme.

Selbstständig Erwerbstätige haben die Möglichkeit, Aufwendungen für Weiterbildung in der Einkommensteuererklärung als Betriebsausgaben anzuführen.

Steuerersparnisse

Die Kosten für ein Studium bzw. eine Weiterbildung können als Fortbildungskosten, als Ausbildungskosten in einem verwandten Beruf oder als Umschulungskosten absetzbar sein. Dabei sind nicht nur Kurs- und Studienbeiträge, sondern sämtliche mit dem Studium zusammenhängende Kosten abzugsfähig: Kosten für Unterlagen, Skripten, Fachliteratur, Kosten für Arbeitsmittel (z.B. Notebook, PC, Drucker), Fahrtkosten, Tagesgelder, Nächtigungskosten, Internet- und Telefonkosten.

Bildungskosten sind als Werbungskosten – für unselbstständig berufstätige StudentInnen – von der Steuer absetzbar. Selbstständig Erwerbstätige haben die Möglichkeit, Weiterbildungsmaßnahmen (und die damit in Verbindung stehenden Kosten) als Betriebsausgaben zu verbuchen, die steuermildernd wirken.

 

Wieviel wird refundiert?

Unselbstständige Erwerbstätige/ArbeitnehmerInnen können die Aufwendungen für Weiterbildung im Rahmen der ArbeitnehmerInnenveranlagung als Werbungskosten geltend machen. Der steuerliche Vorteil hängt dabei vom jeweiligen Jahresgesamteinkommen ab. Verdienst du mehr als € 60.000 pro Jahr, refundiert dir der Staat für jeden darüberliegenden Euro die Hälfte aller Kosten. Bei einem Einkommen zwischen € 25.000 und € 60.000 sind es rund 43%.

 

Beidseitige Kostenersparnis bei Kostenübernahme durch den Arbeitgeber

Entscheidet der Arbeitgeber statt der Auszahlung einer Prämie die Aus‐ bzw. Fortbildungskosten zu übernehmen, entsteht eine Kostenersparnis für beide Beteilige. Für die ArbeitnehmerIn ist im Gegensatz zu einer Prämie die Förderung von Weiterbildung durch den Arbeitgeber steuerfrei. Der finanzielle Vorteil beträgt so bis zu 50%.

Und auch der Arbeitgeber profitiert davon: Denn es fallen bei der Übernahme von Aus- und Fortbildungskosten keinerlei Lohnnebenkosten an. Für den Arbeitnehmer stellen die Weiterbildungsausgaben für MitarbeiterInnen Betriebsausgaben dar, wenn die Weiterbildung im betrieblichen Interesse liegt. Als Kosten der Weiterbildung gelten auch hier neben den direkt übernommenen Programmkosten weitere Kosten wie die Ausgaben für Fachliteratur, Unterbringung, Verpflegung und Reisekosten, die der/die UnternehmerIn trägt. Somit reduziert sich hier die Steuerbelastung des Arbeitsgebers bei Kapitalgesellschaften um 25 %, sonst um bis zu 50 % der Weiterbildungsausgaben. Für Arbeitgeber sind nicht nur die Teilnahmegebühren voll absetzbar, sondern es steht ihnen auch eine Bildungsprämie von 6% bzw. ein Bildungsfreibetrag von 20% zu.

 

Betriebliche Weiterbildung

Die betriebliche Weiterbildung umfasst sämtliche interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen für Beschäftigte in einem Unternehmen. Profiteure sind beide Seiten, sowohl ArbeitnehmerIn als auch Arbeitgeber. Diese Form der Weiterbildung soll die bereits vorhandene berufliche Qualifikation erweitern und fundieren. Die Förderung von Weiterbildung ist daher auch eine strategische Entscheidung der Personalentwicklung. Der Arbeitgeber kann die Weiterbildung entweder direkt, in Form von einer (Teil-)Finanzierung der Ausbildungskosten oder indirekt durch Freistellung von der Arbeit oder Bereitstellung von betrieblichen Ressourcen fördern.

FÖRDERUNGEN

Förderungsdatenbanken

In Österreich besteht eine Vielzahl von Förderungsangeboten für die Teilnahme an berufsbezogenen und berufsbegleitenden Weiterbildungen. Einen ersten Überblick über die zumeist bundesländerspezifischen Angebote liefern die Online-Datenbanken www.kursfoerderung.at und www.berufsinfo.at/bildungsfoerderung.

Die Datenbanken können die Entwicklung und die Komplexität der Förderungslandschaft allerdings nicht immer vollständig abbilden. Es empfiehlt sich daher, die Homepage der genannten Förderungsinstitutionen zu Rate zu ziehen und persönlich anzurufen oder bestehende Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen.

Bedingungen für die Förderung

Zu beachten ist auch, dass Förderungen bestimmten Bedingungen unterliegen. Je früher die Informationen eingeholt werden, desto eher kann bestimmt werden, ob man förderungsberechtigt oder aus formalen Gründen nicht förderungsberechtigt ist. Für Beschäftigte sind oftmals auch Förderungen von Interesse, die ihr Arbeitgeber erhalten kann, wenn dieser ein individuelles Bildungsvorhaben finanziell unterstützt. Weiterbildungsförderungsangebote, die sich an Schlüsselkräfte in Unternehmen richten, sind oft weitaus höher dotiert als an Privatpersonen gerichtete Förderungen. Manchmal werden Weiterbildungskosten im betrieblichen Kontext bis zu 75% und einem Höchstbetrag bis zu 30.000 Euro gefördert. Es lohnt sich jedenfalls, sich auch über die betriebliche Seite zu informieren und mit seinem/r Vorgesetzten abzuklären, in welchem Ausmaß das Unternehmen die eigene Weiterbildung unterstützen kann. Zu beachten ist dabei, dass Förderungsangebote teils an den Ort des eigenen Wohnsitzes, teils an den Standort des Arbeitgeberbetriebs gebunden sind. Wenn Wohn- und Arbeitsort nicht im selben Bundesland sind, verdoppeln sich oft die Förderungschancen.

In den oben genannten Datenbanken finden sich auch Förderungsangebote des AMS oder der Länder.

 

Weiterbildungsförderung durch das AMS

Die AMS-Weiterbildungsförderung zielt auf Personen ab, die sich in einer benachteiligten Position am Arbeitsmarkt befinden: z.B. aufgrund von Strukturwandel, (Wieder-)Einstiegsproblemen, mangelnder oder schwer verwertbarer Berufsausbildung, Alter oder Behinderung. Der positive Entscheid über die Vergabe einer Förderung ist an ein Beratungsgespräch gebunden, an die individuelle Förderbarkeit und die Sinnhaftigkeit der Weiterbildung. Gefördert werden Kurskosten, Prüfungsgebühren, Lehrmittel und Kursnebenkosten (z.B. Fahrtkosten); darüber hinaus besteht eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhaltes während der Weiterbildung.

www.ams.at

 

Weiterbildungsförderung der Länder

Die österreichischen Bundesländer haben ihre Förderungsangebote für die berufliche Weiterbildung unterschiedlich organisiert. Während in den meisten Ländern Abteilungen der Landesverwaltung zuständig sind, ist in Wien z.B. der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff) damit betraut.

www.waff.at

 

Bildungsdarlehen

Ein Bildungsdarlehen von einem Kreditinstitut ist eine Möglichkeit, zumindest einen Teil der Ausbildung über Kreditinstitute vorzufinanzieren. Bildungskredite haben meist den Vorteil geringer Zinsen und Gebühren und können nach Bedarf pro Monat, Semester oder Quartal ausbezahlt werden. Während der Laufzeit des Darlehens sind die Zinsen zu bezahlen, die Rückzahlung erfolgt nach Abschluss der Ausbildung.

 

Bildungskarenz und Sabbatical

 

Bildungskarenz

Die Bildungskarenz bietet die Möglichkeit, die Berufstätigkeit zwischen 2 und 12 Monate zu unterbrechen und sich in dieser Zeit weiterzubilden. Während der Bildungskarenz wird ein Weiterbildungsgeld in der Höhe des Arbeitslosengeldes vom Arbeitsmarktservice (AMS) bezahlt. Seit Juli 2013 gibt es auch ein neues Modell: die Bildungsteilzeit. Diese ermöglicht eine Weiterbildung (im Zeitraum von 4 Monaten bis zu 2 Jahren) bei aufrechtem Dienstverhältnis. Je nach reduzierter Arbeitszeit erhalten ArbeitnehmerInnen Bildungsteilzeitgeld. Die Bildungskarenz wie auch die Bildungsteilzeit wird zwischen dem Arbeitgeber und dem/r ArbeitnehmerIn vereinbart.

Nähere Informationen zu den Voraussetzungen und Rahmenbedingungen finden Sie auf der Webseite des Arbeitsmarktservice.

 

Sabbatical

Das Sabbatical-Modell kann auch für einen Bildungsurlaub genutzt werden. Sabbatical bezeichnet ein Arbeitszeitmodell, das es erlaubt, innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens bei konstantem Gehalt eine Auszeit zu nehmen. Ein Beispiel: Bei einem 5-Jahres-Zeitrahmen bedeutet das, dass das Einkommen von 4 Jahren auf 5 Jahre aufgeteilt wird, sodass auch in der Zeit des „Urlaubs“ ein konstantes Einkommen garantiert ist. Über 5 Jahre hinweg bekommt man so bei einer Auszeit von einem Jahr 80% der „normalen“ Bezüge. Diese Job-Auszeit kann für Weiterbildung genutzt werden, ohne auf ein regelmäßiges Einkommen zu verzichten.

 

Stipendien

Selbsterhalterstipendium

Das Selbsterhalterstipendium ist nur im Rahmen eines geringen Beschäftigungsausmaßes eine Option oder für Studierende gedacht, die sich Vollzeit auf ein Studium konzentrieren wollen. Es ist eine Sonderform der Studienbeihilfe. Unter den Begriff Selbsterhalter fallen Personen, die mindestens vier Jahre berufstätig waren – selbstständig oder unselbstständig – und dabei ein jährliches Mindesteinkommen von 7.272 Euro (brutto minus Sozialversicherung) bezogen haben. Das Selbsterhalterstipendium ist an bestimmte Kriterien geknüpft: z.B. die allgemeine Altersgrenze von 30 Jahren (wenn mehr als vier Jahre Selbsterhalt nachgewiesen werden, kann sich die Altersgrenze bis max. 35 erhöhen), die Zuverdienstgrenze von 10.000 pro Kalenderjahr, maximal zwei Studienwechsel und einen positiven Studiennachweis. Die maximale Stipendiumshöhe liegt bei 8.148 Euro jährlich, wobei Studierende mit Kind einen weiteren Zuschuss bekommen. Die Höhe des Stipendiums ist beispielsweise abhängig von eventuellen Unterhaltsleistungen durch Ehepartner (das Einkommen der Eltern ist nicht relevant) und von der Höhe der eigenen Einkünfte sowie der Familienbeihilfe.

 

Studienabschluss-Stipendium

Das Studienabschluss-Stipendium richtet sich an Personen, die während ihres Studiums berufstätig waren (zumindest halbbeschäftigt) oder Kinder betreuten, die den größten Teil ihres Studiums bereits absolviert haben, das Studienziel aber noch nicht ganz erreicht haben. Das Stipendium soll ermöglichen, letzte Prüfungen zu absolvieren bzw. die Abschlussarbeit fertig zu stellen. Die Stipendienhöhe liegt zwischen 700 und 1.040 Euro pro Monat. Anspruchsberechtigt sind Studierende eines Bachelor-, Master-, oder Diplom-Studiums, nicht aber Studierende eines Doktoratsstudiums. Die Vergabe ist an folgende Kriterien gebunden: das Höchstalter von 41 Jahren, kein bereits abgeschlossenes Studium, keine Berufstätigkeit für die Dauer des Stipendiums sowie eine mindestens 36-monatige Beschäftigung (innerhalb von vier Jahren) vor Erhalt des Stipendiums.

www.stipendium.at

 

Österreichische Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung

Die OeAD (Österreichische Austauschdienst)-GmbH ist eine Dienstleistungs- und Serviceeinrichtung im Bereich der internationalen Bildungs- und Wissenschaftskooperation, wobei der Fokus auf die Förderung der akademischen Mobilität gerichtet ist. In der Stipendien- und Forschungsförderungs-Datenbank des OeAD können nationale und internationale Förderungen, Preise und Zuschüsse für StudentInnen, Graduierte und ForscherInnen abgefragt werden. Die Österreichische Datenbank für Stipendien und Forschungsförderung ist die umfangreichste in Österreich existierende Online-Datenbank dieser Art für alle wissenschaftlichen Disziplinen.

www.grants.at

www.oead.ac.at

 

Zahlungskonditionen

Ratenzahlung

Ratenzahlungen sind grundsätzlich zu folgenden Bedingungen möglich:

  • Vereinbarung vor Beginn des Einsatzes
  • Mindestbuchungsleistung von 4.000,00 EUR

Varianten der Finanzierung

  1. Drittel-Finanzierung

Es wird jeweils ein Drittel bei Unterzeichnung des Weiterbildungsvertrags, ein Drittel nach 12 Monaten und das letzte Drittel nach 24 Monaten bezahlt. Wir verlangen keine Zinsen, es fällt jedoch eine einmalige Buchhaltungsaufwandentschädigung von 100 EUR an, die mit der ersten Rate fällig gestellt wird.

  1. Monatlicher Ausbildungsratenkredit

Wir unterstützen dich gerne bei der Finanzierung deiner Aus- und Weiterbildung. Da wir aber kein Finanzinstitut sind und daher auch keine Möglichkeit haben, eine auf monatlicher Rückzahlung basierende Ratenzahlung anzubieten empfehlen wir den Kontakt zu deiner Hausbank oder einer Vielzahl von Vergleichsportalen bzw. FinanzierungsexpertInnen. Gerne bestätigen wir dir bereits vor Beginn deiner Weiterbildung, welche Kosten entstehen werden und übermitteln die Aufnahmebestätigung vorbehaltlich Ihrer Finanzierungszusage. Wir bitten allerdings um Verständis, dass wir diese Zusage nur vier Wochen aufrechterhalten können, bis wir eine Rückmeldung deines Finanzierungspartners erhalten haben.

 

Eine gute Übersicht über eine Vielzahl von Möglichkeiten bietet die Webseite https://www.studieren.at/studienfinanzierung/