INTERNE WEITERBILDUNG

Fortbildung als einträgliche Investition in die Mitarbeiterschaft

Der Arbeitsmarkt und seine Anforderungen wandeln sich heute deutlich schneller als jemals zuvor. Die Qualifikationen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen gewinnen damit immer mehr an Bedeutung. Durch das Ansteigen der Komplexität und der Veränderungsgeschwindigkeit ist es für alle Arbeitskräfte von zentraler Bedeutung, Qualifikationen im Rahmen der ausgeübten Tätigkeiten kontinuierlich zu aktualisieren und auszubauen. Das nützt nicht nur den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, sondern auch den Firmen, für die sie tätig sind. Studien belegen, dass sich die Investition in die Weiterbildung für die Betriebe auszahlt und in der Regel zu einer Steigerung der Produktivität um bis zu 16 Prozent führt.

 

 

 

 

SEMINARE

Die Technikum Wien Academy bietet für Unternehmen umfassende Seminare zur Weiter- bzw. Fortbildung an der Schnittstelle zwischen Technik und Management.

 

 

 

 

ZERTIFIKATE

In zahlreichen Branchen ist die Zertifizierung von Mitarbeitern erforderlich. Alle Informationen zu unseren Zertifizierungsangeboten finden Sie hier.

 

 

 

 

LEHRGÄNGE

Sie möchten die Talente in Ihrem Unternehmen fördern? Erfahren Sie hier mehr über unser Lehrgangsangebot.

Überblick über die Weiterbildung im Betrieb

Auf einem immer härter umkämpften Markt behauptet sich Ihr Unternehmen durch Innovation und überlegene Fähigkeiten im Wettbewerb. Die Basis für diesen Erfolg ist das Wissen und Können der Mitarbeiter Ihres Unternehmens. Sichern Sie diese Basis und damit Ihren Erfolg, indem Sie Ihren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die Möglichkeit geben, sich fortzubilden.

Fortbildung bietet viele Vorteile. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fühlen sich geschätzt und sind motivierter. Neue Herausforderungen machen ihnen keine Sorgen, sondern sie fühlen sich ihnen gewachsen. Zugleich bleibt die Belegschaft auf dem aktuellen Stand und ist damit, wie oben geschildert, produktiver. Die Arten der Weiterbildungen sind dabei vielschichtig. Sie können damit auf plötzlich auftauchende Veränderungen reagieren, zum Beispiel bei der anstehenden Änderung von Produktionsverfahren, der Integrationen neuer Technik oder auch bei Neuerungen im Bereich der Vermarktung. Keinesfalls übersehen werden sollten die Möglichkeiten zur dauerhaften und personenbezogenen Fortbildung. Seien Sie vorausschauend und machen Sie die Fortbildung zu einer festen Konstante in Ihrer Firma. So sind Sie und Ihre Mitarbeiter vorbereitet und können jederzeit gekonnt zum Wohl des Betriebes reagieren.

Wie aber wird die Weiterbildung am besten durchgeführt? Folgende Möglichkeiten bieten sich an:

  • Lehrgänge, Lerneinheiten oder Kurse – diese können einen Prüfungsabschluss oder eine Zertifikatsvergabe umfassen, müssen es aber nicht
  • Fachkundige Vortragseinheiten sowie Besuche von Messen und Fachveranstaltungen, wie etwa Tagungen
  • Weiterbildung während der Arbeit selbst
  • Lernmedien, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Eigenverantwortung durcharbeiten

Welche Vorteile bietet die betriebliche Fortbildung?

Die Fortbildung Ihrer Mitarbeiter bietet viele Vorteile – sowohl für die Mitarbeiter selbst als auch für Ihre Firma. Ihre Angestellten gewinnen neue Fähigkeiten hinzu, was die Arbeit im Unternehmen verbessert. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Produktivität aus und bringt eine Vielzahl messbarer Verbesserungen für das Unternehmen selbst.

 

  1. Ihr Unternehmen ist nicht mehr in gleichem Maße auf das Arbeitskräfteangebot am Markt angewiesen. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind auf dem aktuellen Stand, so dass Sie eine Verknappung in der Verfügbarkeit von geschulten Kräften nicht gleichermaßen beeinträchtigt wie andere Betriebe.
  2. Zugleich bereiten Sie Ihr Unternehmen durch die Weiterbildung der Beschäftigten auf die Zukunft vor. Fortgebildete Mitarbeiter können besser und vielseitiger beschäftigt werden, auch im Hinblick auf die fortschreitende Umwälzung durch die digitale Technik und die Vernetzung, etwa durch das angestrebte Internet der Dinge. Darüber hinaus fühlen sich vorbereitete Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sicherer im Umgang mit neuer Technologie.
  3. Ihre Kunden entwickeln sich weiter und die Produkte wandeln sich mit ihnen. Das wirkt sich natürlich auch auf Ihr Unternehmen aus. Daher ist es unumgänglich, dass die Beschäftigten von heute mit der Entwicklung Schritt halten und über aktuelle Kenntnisse verfügen.
  4.  Schwierige und ungewohnte Aufgaben werden von fortgebildeten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen eher als Herausforderung begriffen. So bleibt Ihr Betrieb am Puls der Zeit. Natürlich hilft diese neu gewonnene Wendigkeit auch an anderen Stellen, zum Beispiel bei Ausfällen von Mitarbeitern oder den unvermeidlichen Vertretungen während der Ferien.
  5.  Fortbildungen helfen den Angestellten, geistig flexibel zu bleiben. Eine globale Wirtschaft und immer schneller voranschreitende Technik, die immer leistungsfähiger wird, stellen immer höhere Anforderungen an jeden von uns. Durch passende Fortbildungen helfen Sie Ihren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, sich auf diese Veränderungen einzustellen und sie erfolgreich zu meistern.
  6. Eine weitergebildete Belegschaft nimmt Neuerungen eher an. Durch Weiterbildungen lernen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Umgang mit einem neuen Arbeitsumfeld und können sich auf die Erfüllung ihrer Aufgaben konzentrieren, ohne mit den Hilfsmitteln, etwa neuer Software, hadern zu müssen.
  7. Darüber hinaus fördern Fortbildungen auch die Freude an der Arbeit und die allgemeine Zufriedenheit der Belegschaft. Jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin kann gemäß ihren Fähigkeiten eingesetzt werden und erkennt durch die Maßnahmen möglicherweise ganz neue Talente. Das steigert das Selbstbewusstsein, senkt den Krankenstand und stärkt das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
  8. Viele Arbeitskräfte, gerade die jüngeren, auf dem heutigen Arbeitsmarkt haben den Wert ständiger Weiter- und Fortbildung bereits erkannt. Indem Sie attraktive Fortbildungsmöglichkeiten eröffnen, wird Ihr Betrieb für diese Kräfte in vielen Aspekten interessanter.
  9. Jeder Unternehmer weiß, dass es oft am besten ist, freie Arbeitsplätze zuerst aus dem Bestand, also den vorhandenen Arbeitskräften, zu besetzen. Das erspart unerwünschte Überraschungen, da sich die Beteiligten bereits (länger) kennen und in vielerlei Hinsicht besser einschätzen können.
  10. Meist ist es kostenseitig günstiger, die eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen fortzubilden, als sich für neue Kräfte vom Arbeitsmarkt zu entscheiden. So lassen sich, möglicherweise teure, Fehler vermeiden und man entgeht den Schwierigkeiten, die sich aus der Einbindung von Ämtern und Behörden ergeben können.

Welche Fortbildungen benötigen Sie für Ihr Unternehmen?

Um den Fortbildungsbedarf zu ermitteln, ist es von Bedeutung, sich zunächst Klarheit zum Ziel zu verschaffen. Meist dürfte es dabei darum gehen, die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in die Lage zu versetzen, Erzeugnisse und Services auf aktuellem, hohen Niveau zu erzeugen bzw. anzubieten.

 

Den Bedarf ermitteln Sie, indem Sie zunächst prüfen, über welche Fähigkeiten Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bereits verfügen und diese Fähigkeiten in einer Tabelle zusammenfassen. Es zählen akademische Ausbildungen, auf den Beruf bezogene Abschlüsse und die jeweilige Erfahrung im Berufsfeld. Besondere Erfahrung mit betrieblichen Vorgehensweisen und Herstellungsprozessen sind ebenfalls zu beachten.

 

Danach geht es um die Frage, welches Know-how Ihr Betrieb in Zukunft voraussichtlich brauchen wird. Sofern Ihr Unternehmen bereits eine gewisse Größe erreicht hat, kann es empfehlenswert sein, dazu je nach Abteilung eine Fachgruppe einzusetzen, damit sämtliche Details, die Sie als Chef möglicherweise nicht alle im Kopf haben, einfließen können. Zugleich bieten dies den Vorteil, dass sich die vorhandenen Kräfte in den Zukunftsprozess eingebunden fühlen und ihn nicht nur „von oben diktiert“ bekommen. Geben Sie den eingesetzten Projektgruppen dann folgende Leitlinien an die Hand:

 

  • Gibt es im Betrieb Abteilungen oder Arbeitsplätze, die zukünftig neu geschaffen oder neu besetzt werden müssen, ohne dass dafür ein bereits vorhandener Mitarbeiter oder eine vorhandene Mitarbeiterin eingesetzt werden kann? Dabei ist auch von Bedeutung, wie bald die Neuschaffung oder Neubesetzung durchzuführen sind und welche Arbeitsleistung, etwa eine ganze oder halbe Stelle, erforderlich ist.
  • Weiter sollen die Gruppen klären, über welche Fähigkeiten ggf. neu einzustellendes Personal verfügen muss. Dabei geht es etwa um Abschlüsse im Arbeitsbereich, weitere Qualifikationen und die angesammelten Kenntnisse im Arbeitsleben. Ein Teil dieser Frage ist auch, ob diese Kräfte eine besondere Anlaufzeit benötigen oder durch gesonderte Fortbildungen zusätzlich vorbereitet werden müssen.
  • Mit der vorherigen Frage zusammen hängt die anzustellende Überlegung, ob bereits im Unternehmen beschäftigte Kräfte so fortgebildet werden, dass sie die gestellten Anforderungen erfüllen. In einem zweiten Schritt sollten die infrage kommenden Personen im Betrieb im Hinblick auf ihre Stärken und Schwächen eingeordnet und abgewogen werden, ob sie die Anforderungen erfüllen.
  • In jedem Falle sollten Sie bei allen Überlegungen die Zukunftsperspektive des Betriebes immer im Hinterkopf behalten. Die Welt entwickelt sich immer schneller und stellt an alle Menschen immer neue Anforderungen. Dem kann man wirksam und zukunftsorientiert nur mit ständigen Fortbildungen begegnen. Zugleich helfen Sie so, dass Ihre Mitarbeiter sich den Herausforderungen gewachsen fühlen und vermeiden unnötige Schwierigkeiten im täglichen Arbeitsablauf.

Machen Sie die Fortbildung und das berufliche Wachstum zu einem Grundpfeiler Ihrer Firma

Die Erfahrung zeigt, dass Fortbildungen umso eher akzeptiert und angenommen werden, je häufiger und planbarer sie sind. Ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können sich darauf einstellen und erkennen die Vorteile, die die Fortbildungen auch ihnen bieten. Dazu ist es natürlich wichtig, dass Sie Ihren Mitarbeitern die Bedeutung der ständigen Fortbildung nahebringen. Das erfolgt am besten im Gespräch mit den Abteilungsleitern und über betriebsinterne Bekanntgaben. Sobald sich die fortbildungsfreundliche Haltung Ihres Unternehmens herumspricht, stellt sich auch eine positive Wirkung nach außen ein, da Interessenten und Bewerber einen gelebten Vorteil Ihres Unternehmens wahrnehmen.

 

Es stellt sich auch die Finanzfrage. Am vorteilhaftesten ist die vorherige Festlegung einer festen Summe bei der Jahresplanung. Damit ist der Rahmen abgesteckt, alle Beteiligten können planen und es werden Überraschungen vermieden.

 

In jedem Fall sollten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach den jeweiligen Weiterbildungsmaßnahmen um Meinungen und Bewertungen gebeten werden, zum Beispiel durch einen geeigneten Fragebogen. So können Sie prüfen, ob der Zweck der Fortbildung erreicht wurde und welche Veranstaltungen besonders gut ankommen. Zugleich erkennen Sie, ob Ihre Kräfte bestimmte Fortbildungen nicht schätzen, was natürlich ebenfalls eine hilfreiche Information ist.

Die Fortbildung der eigenen Kräfte macht sich unter dem Strich bemerkbar

Wir hatten eingangs bereits gesehen, dass weitergebildete und auf dem aktuellen Stand befindliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen den Betrieb um bis zu 16 Prozent effektiver machen. Dazu ein Rechenbeispiel (vgl. Schaubild): Eine Firma mit fünfzig Beschäftigten entscheidet sich dazu, ein Drittel der Belegschaft regelmäßig fortzubilden. Die Kosten pro Mitarbeiter/Mitarbeiterin belaufen sich auf rund 2.000 Euro pro Jahr. Es ergeben sich also Jahresausgaben von etwas mehr als 33.500 Euro. Dazu durchgeführte Studien zeigen, dass fortbildungsfreundliche Unternehmen, wie die Beispielsfirma, im Schnitt pro Jahr rund 185.000 Euro mehr an Wert erzeugen. Das ist ein Plus von ca. 151.500 Euro, was bedeutet, dass jeder in die Fortbildung investierte Euro 4,5 Euro Gewinn bringt. Hinzu kommen die erhöhte Freude an der Arbeit, der Attraktivitätsgewinn des Unternehmens und die vielen anderen aufgezählten Vorteile.

Sie sehen: Unternehmen, die in Fortbildungen investieren, befinden sich auf der Überholspur und können optimistisch in die Zukunft blicken.