Was ist UX-Design?

UX-Design befasst sich im Allgemeinen mit der Analyse und anschließenden Optimierung der Nutzererfahrung. Die Nutzererfahrung umfasst die Emotionen des Users bei der Nutzung des Produktes. Diese Erfahrung soll möglichst bequem und intuitiv gestaltet werden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Produkt?
  2. Costumer Lifecycle und die Rolle der NutzerInnen
  3. UX Methoden und Innovation
  4. Der Unterschied zwischen UI und UX
  5. User-Interface-Design

1. Was ist ein Produkt?

Im digitalen Bereich unterscheidet sich der Begriff eines Produktes stark vom herkömmlichen Begriff eines physischen Produktes. Unter einem digitalen Produkt versteht man weitestgehend eine Webseite oder eine Applikation.

Betrachtet man Webseiten, die besonders bekannt und erfolgreich sind, wie beispielsweise Amazon oder Netflix, wird schnell klar: Der Service ist das Produkt und das kann man physisch nicht greifen. Um die Handhabung mit dem Produkt zu erleichtern, gibt es User-Experience-Design – oder kurz UX-Design.

2. Costumer Lifecycle und die Rolle der NutzerInnen

Die Nutzererfahrung umfasst aber nicht nur die Nutzung des Produktes, die möglichst bequem und intuitiv gestaltet sein sollte. Die Nutzererfahrung umfasst auch emotionale Berührungspunkte. Emotionale Berührungspunkte beziehen sich aber nicht nur ausschließlich auf den Moment der Nutzung, sondern auch auf Gefühle vor und nach der Nutzung.

Der Costumer Lifecycle muss also als eine Einheit betrachtet werden – denn potentielle Kunden setzen sich schon weit vor dem Kauf oder der Nutzung eines Produktes mit diesem auseinander! Sie informieren sich beispielsweise über Abläufe oder aber auch über die Herstellung. Durch die Optimierung des kompletten Customer Lifecycles werden positive Erfahrungswerte während des kompletten Prozesses geschaffen, was wiederum für glückliche Kunden sorgt, die dem Unternehmen sowie dem Produkt langfristig treu bleiben.

3. UX Methoden und Innovation

Wie bereits der Begriff User-Experience-Design sagt, steht im Fokus aller Tasks der NutzerInnen bzw. der zukünftigen NutzerInnen. Welche Erwartungen und Anforderungen bestehen an das Produkt? Diese Fragen werden mittels der sogenannten User Research beantwortet und gebündelt in Personas dargestellt. Personas sind Modelle der Stakeholder, mit welchen sich verschiedene Szenarien durchspielen lassen. Diese Szenarien lassen sich wiederum mit Prototyping darstellen: Das Nutzerverhalten lässt sich anhand von Wireframes oder auch Click-Dummys visualisieren, die wiederum von realen NutzerInnen getestet, diskutiert und iterativ verbessert werden. Iterative Optimierungen sind dabei das Kernkonzept aller UX-Methoden. Alle Erkenntnisse, die aus den vorangehenden Analysen sowie Visualisierungen gewonnen werden konnten, fließen in die verschiedenen Design-Runden ein bis das Konzept überzeugt – aus der Sicht der User als auch bezüglich der Corporate Identity. 

UX-Designer bedienen sich allerdings noch einer Vielzahl weiterer Methoden, wie beispielsweise dem Design Thinking, Human-Centered Design, User Journey Mapping, Storytelling oder Business Model Design. All diese Methoden stellen sicher, dass eine ganzheitliche Sicht sowohl auf den Nutzer als auch den Nutzungskontext dargestellt wird.

4. Der Unterschied zwischen UI und UX

Ein weiterer Begriff, der häufig im Zusammenhang mit der User-Experience-Design fällt, ist das User-Interface-Design. Auch wenn beide Teilgebiete eng miteinander zusammenarbeiten, unterscheiden sich die beiden Bereiche im Detail allerdings mehr als man zunächst meinen möchte. Generell liegt der Hauptunterschied darin, dass User-Experience-Design eher den kompletten Prozess betreut, während sich User-Interface-Design um die einzelnen Komponenten kümmert. UX ist somit nicht gleich UI – auch wenn beide Themen dasselbe Ziel verfolgen: Das Nutzerverhalten besser, einfacher und intuitiver zu gestalten! Ein Produkt kann also mit schlechtem User Interface funktionieren, aber nicht mit einer schlechten User Experience. Dennoch sollten im Idealfall Interface und Nutzererlebnis auf einander abgestimmt sein.

5. User-Interface-Design

Möchte man User-Interface-Design nun also genauer beschreiben, kann man sagen, dass UI das ist, was der User ansehen und letztendlich auch klicken kann. Der Begriff User Interface bezeichnet somit die Benutzeroberfläche, auf der der Kontakt zwischen Mensch und Maschine stattfindet. Ziel des User-Interface-Designs ist es, diese Oberfläche für den Nutzer sinnvoll zu gestalten, damit der User Entscheidungen leichter und intuitiver ausführen kann. Bei der Oberflächer kann es sich entweder um eine grafische Benutzeroberfläche – kurz GUI – oder aber auch um eine weniger visuell geprägte Oberfläche, wie beispielsweise Sprach- und Gestensteuerungen handeln. Für die KundInnen ist das User Interface ein sehr wichtiges Element, da dieses am meisten Vertrauen schaffen kann. Durch die visuelle Darstellung kann der Markencharakter auf das Produkt übertragen werden und der User zur Interaktion mit der Seite angeregt werden.

Dies geschieht in Form von: 

  • dem Layout
  • der Wahl der Farbwelt
  • der Buttons
  • der Wahl der Bilder sowie Illustrationen